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Es war kein Aprilscherz. Bei kühlen 2°C und Sonnenschein trafen sich am Morgen des 01.04.2012 knapp 800 Läufer und Läuferinnen auf dem Wurzener Marktplatz. Alle hatten das gleiche Ziel: die 21 Kilometer nach Grimma zu laufen.
Mit dem Gedicht „Sport“ von Joachim Ringelnatz eröffnete unser Oberbürgermeister Jörg Röglin gemeinsam mit Moderator Matthias Vogel den 8. Muldentaler Städtelauf von Wurzen nach Grimma. Nach einer 1km langen Ehrenrunde durch die Stadt ging es durch die Wenceslaigasse nach Dehnitz auf den landschaftlich schön gelegenen Muldentalbahn-Radweg, der parallel des Flusses die beiden Muldestädte verbindet.
Nicht nur der Rotmilan beäugte den außergewöhnlich langen Zug aus luftiger Höhe, sondern auch zahlreiche Zuschauer, Partner und Kinder säumten den Weg und feuerten uns an, wo es nur ging.
Nach 5km sah ich das erste Mal auf die Uhr und mein gutes Gefühl stimmte mit der gelaufenen Zeit überein. Mit 47 Minuten bei Kilometer 10 war ich immer noch sehr zufrieden.
Doch ab Km 15 wurden die noch verbleibenden Kilometer immer länger. Von jetzt an, war Kämpfen angesagt, Kilometer um Kilometer. So half mir dann doch sehr, als Yves, auch Läufer in „Orange“ mich motivierend mitzog.
Das Ziel so nahe, und doch weiß ich, nach Kilometer 20 muss noch mal richtig gekämpft werden. Der sonst kleine Anstieg zur Grimmaer Muldenbrücke wird zum schwer erkämpften Berg. Doch gleich danach setzt das große Glücksgefühl ein. Das Ziel am Volkshausplatz ist erreicht!
Zwar nicht in der Zeit, die ich mir bei Km10 errechnete, doch mit 1h43min war ich auch sehr zufrieden, und für den 3. Platz in der AK 45W (Gesamt W 13) reichte es.
Es hat sich gelohnt, manchen Sonntag früher als die Familie aus den Federn zu kriechen, oder auch bei -10°C im knisternden Schnee zu laufen. Die eigentliche Herausforderung ist das Management zwischen Sport, Beruf, Familie und Freunden, und aus allem zusammen das Beste zu machen.
Lukas Flinzberger, unser Topläufer, belegte Platz 7 in seiner AK (Gesamt 17) mit einer Zeit von 1h20min.
Frank Hoffmann, nicht ganz mit sich zufrieden und in die falsche Kleiderkiste gegriffen, belegte Platz 6 in seiner AK (1h27min).
Thomas Gelinek ging mit seiner Wunschzeit von 1h38min durchs Ziel.
Dirk Uhlitzsch, gesundheitlich etwas angeschlagen (1h49min) nutzte den Lauf als Trainingslauf in der Vorbereitung auf seinen nächsten Marathon.
Annett Triemer
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